Laimbach

Die Ortschaft Laimbach weist schon aufgrund ihres Ortsnamens ein hohes Alter auf. Die Übernahme einer Gewässerangabe – in diesem Falle des „Lehmbaches“ – auf die Ansiedlung darf wohl gleichzeitig mit der „Gründung“ Baunachs gesehen werden. Eine erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1050 als Gräfin Alberada, die Tochter des Grafen Otto von Schweinfurt, Herzogs von Schwaben, einen Hof zu Laimbach an das Bamberger Stift schenkte.

Die landwirtschaftlichen Abgaben – der Zehnt – der Laimbacher Güter wurde zunächst an das Amt Stiefenburg auf dem Stufenberg bei Baunach abgeliefert und nach der Gründung des Scheßlitzer Elisabethenspital 1395 durch Bischof Lamprecht von Brunn (+1399) in das dortige Leiterbachtal abgetreten. Als Gerichtsort wird ursprünglich das Centgericht Medlitz genannt, welches dem Würzburger Bischof unterstand. Als dann Ende des 14. Jahrhunderts die Lehnschaft der Fuldaer Güter um das Amt Stiefenburg also Besitzungen, u.a. in Baunach, Reckendorf und Laimbach an das Hochstift Bamberg verkauft wurden, erfolgte die Verlegung der Vogtei und des Hochgerichts nach Baunach.

Die geistliche Seelsorgepflicht verblieb jedoch bei der Pfarrei Baunach, d.h. ab dem 15. Jahrhundert bei der Frühmessstiftung von Reckendorf, und somit in Händen der Würzburger Diözese. Noch im 19. Jahrhundert spricht man davon, eigentlich der Kaplanei in Gerach anzugehören; Taufen und Ehen wurden jedoch in Reckendorf gefeiert, wo man auch die Toten bestattete.

Am 10. Juli 1388 verkaufte nun Johann II. und Oswald von Truhendingen Besitzungen in Laimbach an Hans von Lichtenstein für 180 fl. Ein weiterer Hof befand sich vor 1397 im Besitz von Kunz (Konrad) Löffelholz, welcher dann an den Chorherren Johann Nassach überging, der ihn wiederum dem Spital des Stiftes von St. Stephan in Bamberg weiter reichte.

Aus dem Historischen Atlas des Landkreises Ebern ist einerseits zu ersehen, dass um 1600 zehn Untertanen auf zwei Erblehengüter, drei Viertelhäusern und einem Söldengut dem Bamberger Kastenamt Baunach unterstellt waren. Andererseits zinsten zwei Untertanen mit einem ganzen Hof dem Hans von Rotenhan zu Rentweinsdorf.

Vor der Säkularisation erfährt man von 13 Untertanen, die dem Bamberger Kastenamt in Baunach mit einem Gut mit Haus und Braugerechtigkeit, acht weiteren Gütern und einer Gemeindeschmiede zinsten (1793), drei weitere Anwesen gehörten steuerlich zu den Freiherren von Rotenhan.

Im Juli 1971 kam die Gemeinde Laimbach mit Ober-, Untermanndorf und Zeitzenhof zur Gemeinde Reckendorf. Am 1. Juli 1972 wurden die Markungsgebiete aus dem Landkreis Ebern dem Landkreis Bamberg zugeteilt, weshalb sich gleichzeitig die Zuständigkeit vom Regierungsbezirk Unterfranken nach Oberfranken änderte. Seit dem 2. Mai 1978 schlossen sich vier Gemeinden zur Verwaltungsgemeinschaft Baunach-Reckendorf-Lauter-Gerach mit Sitz in Baunach zusammen.

Text und Zusammenstellung: Adelheid Waschka, M.A., Archivarin & Kunsthistorikerin, Hallstadt